»Hörnlein-Gelände« bietet jungen Familien eine Chance

  Großschwarzenlohe - Die CSU-Fraktion im Marktgemeinderat Wendelstein erklärt, worum es bei dem Bauvorhaben auf dem Gelände des ehemaligen "Einkaufszentrums Hörnlein" geht.

2003 hatten wir mit 16.200 Einwohnern unseren Höchststand. Derzeit bewegen wir uns bei 15.900 Einwohnern. Was uns Sorge macht ist aber die zunehmende „Überalterung“. Wir haben zu wenige Geburten. Hier müssen wir ansetzen. Wir brauchen wieder mehr junge Familien mit Kindern. Es muss auch der Wohnungsbedarf der hier lebenden Bevölkerung gedeckt werden.

Die CSU-Fraktion im Marktgemeinderat Wendelstein hat sich in ihrer jüngsten Fraktionssitzung nochmals mit dem Bauvorhaben auf dem Gelände des „ehemaligen Einkaufszentrums Hörnlein“ beschäftigt.

Hier eine Zusammenfassung: Worum geht es beim „Hörnlein-Gelände“?

Die Gewerbebrache ist vielen Bürgern schon lange ein Dorn im Auge. Ein Gewerbehof mit einer Vielzahl gewerblicher Nutzer war zwischenzeitlich einmal angestrebt, hatte sich aber nicht verwirklichen lassen.
Die Deutsche Reihenhaus AG, ein Spezialist für derartige Gewerbebrachen, hat dem Gemeinderat nun folgenden Vorschlag unterbreitet:

Das bestehende Gebäude des ehemaligen „Hörnlein“ wird beseitigt, die riesigen Betonflächen werden abgetragen. Es entsteht ein gefälliger, aufgelockerter Wohnpark mit ca. 100 Reihenhäusern.
Zu erschwinglichen Preisen werden drei unterschiedlich große Haustypen angeboten, zwei Gemeinschaftsgrünflächen und ein Kinderspielplatz entstehen.
Das Gebiet wird mit einer sechs Meter breiten Ringstraße erschlossen.
Die Abfallentsorgung erfolgt über vier gemeinschaftliche Sammelplätze an der Sammelstraße.
Die Wärmeversorgung wird durch ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk sichergestellt.
Die Häuser erfüllen den „Effizienzhaus KfW55/EnEV 2016 - Standard“.
Wege, Privatstraßen oder Müllplätze sind im Wohnpark Gemeinschaftseigentum.
Die Pflege dieser Flächen übernimmt ein bestellter Verwalter.
Es sollen 143 Bäume gepflanzt werden.
Die Verkehrssicherungspflicht verbleibt bei der Eigentümergemeinschaft.
Es werden 207 Stellplätze errichtet.

Voraussetzung ist allerdings, dass der Gemeinderat die Gewerbefläche in Wohnbaufläche umplant. Die Kosten für die Bebauungsplan- und Flächennutzungsplanänderungen übernimmt der Bauträger.

Wer sich an der Zahl 100 stören sollte, der sollte sich einmal bewusst die Reihenhaussiedlungen in Wendelstein ansehen (vergleichbar z.B. Borkweg/Pauckerstraße oder Mozartstraße/Schubertstraße oder Irrlweg/Rosenstraße). Neue Bauvorhaben zum Vergleich: Feucht 18,8 ha, Büchenbach 5,7 ha, Wendelstein (Hörnlein) 2,8 ha.

Die Fraktionsmitglieder sind sich einig, dass durch dieses Vorhaben der dringend notwendige bezahlbare Wohnraum für junge Menschen teilweise gedeckt wird, und das geschieht ohne zusätzlichen Eingriff in die Natur.

Planungen für sozialverträglichen Mietwohnungsbau und für Einzelbauvorhaben werden derzeit durch die Verwaltung vorbereitet. Insgesamt eine sinnvolle Ergänzung.